Loslassen

Wir stehen am Beginn der Fastenzeit.
Sie ist eine Zeit des Innehaltens und Prüfens: Wo stehe ich gerade in meinem Leben? Was hat seine Wichtigkeit? Das eine oder andere dürfen wir erkennen und vielleicht sogar die Feststellung machen, dass es an der Zeit ist, sich von manchen Dingen zu verabschieden, sie also loszulassen.
Das Loslassen ist keine leichte Übung.
Loslassen hat immer ein wenig mit Mut und Schmerz zu tun.
In Laufe unseres Lebens gibt es so viele Stationen, die uns zwingen, uns selbst zu überwinden und genau diesen mutigen Schritt zu setzen, der mitunter mit Wehmut einhergeht.
Wenn wir merken, dass unsere Pläne nicht eintreffen oder gelingen, müssen wir vielleicht einen Punkt setzen und manche Pläne loslassen.
Kinder in ihrem Erwachsenwerden müssen wir ihre eigenen Entscheidungen treffen lassen, also auch hier auf unsere absolute Kontrolle verzichten.
Uns lieb gewonnene Menschen, die von uns gehen, müssen wir verabschieden und im Vertrauen auf ein Wiedersehen loslassen.
Manche Gewohnheiten, die uns zu schlechten Begleitern geworden sind, müssen wir zuweilen ringend ablegen, in dem Wissen, dass darin auch Freiheit liegt.
Auch Vergebung bedeutet manchmal loslassen: loslassen vom Schmerz, vom Gefühl, Vergeltung zu fordern, von Rechthaberei, von Hass.
Es gibt eine Vielzahl von Begegnungen, Freundschaften, Ideen und Entscheidungen, die wir in unserem Leben loslassen werden. Die einen leichter, die anderen etwas schwerer.
Das Loslassen ist psychologisch ein sehr wichtiger Prozess des Reifens und der Psychohygiene.
Wie auch Bäume ihre Früchte zum richtigen Zeitpunkt einfach „fallen lassen“, so sind wir Menschen auch gefordert, im Laufe unseres Lebens manche Dinge in bestimmten Momenten loszulassen.
Gott, unser Schöpfer, lässt auch uns los, in aller Freiheit unsere Wege zu gehen und ist dennoch immer da, uns in allem aufzufangen.
Zu ihm dürfen wir rufen, wenn uns Loslassen nicht gelingt und die Last uns zu erdrücken droht. Er ist da!!!

Buchempfehlungen

Buchumschlag von Trotzdem Ja zum Leben sagen von Viktor E. Frankl. Hellblauer Hintergrund mit Löwenzahnsamen, ein Symbol des Erinnerns. Auf dem roten Aufkleber steht Spiegel Online Bestseller. Untertitel: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager.

Vom Loslassen der schmerzhaften Vergangenheit und den Blick in die Zukunft

Buchumschlag von Wer die Nachtigall stört... von Harper Lee, mit der Silhouette eines Kindes unter einem Baum, einem großen Mond und einem kursiven Text, der durch die Äste gewebt ist und Unschuld und das Loslassen der Kindheit symbolisiert.

Vom Loslassen der Kinder in eine dir feindlich gesinnte Umgebung

Wie stellt man sich unvorhergesehenen Herausforderungen und wie kann man die eigenen Kinder  darauf vorbereiten?

Das Buchcover zeigt ein Graustufenfoto einer Frau, die ein Kind hält, überlagert mit dem Titel Define: mother und einem deutschen Text über Loslassen und Mutterschaft nach einem Verlust. Der Name der Autorin, Sophie Kröher, erscheint oben.

Define: Mother
Sophie Kröher

Loslassen des verstorbenen Kindes

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