Taufkerze: Bedeutung, Brauch und schöne Sprüche

Die Taufe ist ein großer Tag, für euer Kind und für eure ganze Familie. Mitten in der Feier wird ein Licht entzündet: die Taufkerze. An der Osterkerze entflammt, steht sie für Christus, das Licht der Welt, das euer Kind von nun an auf seinem Weg begleiten möchte. Wir vom Referat für Ehe und Familie der Erzdiözese Salzburg haben für euch zusammengestellt, was die Taufkerze bedeutet, wer sie schenkt, wie ihr sie gestalten könnt und welche Sprüche schön dazu passen.

Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet

Was bedeutet die Taufkerze?

Die Taufkerze gehört zu den schönsten Zeichen der Tauffeier. Der Priester oder Diakon entzündet sie an der Osterkerze und reicht sie euch mit den Worten „Empfangt das Licht Christi”. In diesem Moment wird sichtbar, worum es geht: Euer Kind ist in Gottes Liebe hineingetauft und darf als Kind des Lichts leben. Das kleine Licht erzählt eine große Geschichte, nämlich dass euer Kind auf seinem ganzen Weg nie allein ist. Es ist ein stiller Zuspruch: ihr könnt immer mit Gott rechnen.

Taufkerze oder Osterkerze, was ist der Unterschied?

Die beiden Kerzen gehören zusammen, sind aber nicht dasselbe. Die Osterkerze ist die große Kerze der ganzen Gemeinde. Sie wird in der Osternacht gesegnet und steht für den auferstandenen Christus, das Licht, das die Dunkelheit überwindet. Die Taufkerze dagegen ist die persönliche Kerze eures Kindes. Wenn sie an der Osterkerze entzündet wird, wird dieses große Licht ganz persönlich weitergegeben, hinein in das Leben eures Kindes. So wird aus einem Zeichen für alle ein Zeichen für euer Kind.

Wann wird die Taufkerze entzündet?

Ihren Platz hat die Taufkerze gegen Ende der Feier, nach der Taufe mit Wasser. Der Priester oder Diakon entzündet sie an der Osterkerze und gibt das Licht mit den Worten „Empfangt das Licht Christi” an euch und die Paten weiter. Oft übernimmt eine Patin oder ein Pate das Entzünden, das macht den Moment noch persönlicher. Für viele Familien ist das einer der schönsten Augenblicke der ganzen Feier, weil das Licht sichtbar macht, was die Taufe schenkt. Den ganzen Verlauf findet ihr im Ablauf der Taufe.

Wer schenkt die Taufkerze, Paten oder Eltern?

Meist sind es die Patin oder der Pate, die dem Täufling die Taufkerze schenken. Das ist eine schöne Geste, denn mit der Kerze übernehmen sie ein Stück Verantwortung für den Glaubensweg des Kindes. In manchen Familien besorgen auch die Eltern die Kerze, oder ihr gestaltet sie gemeinsam. Wichtig ist nicht, wer sie kauft, sondern die Liebe, die darin steckt. Sprecht euch in der Familie ab und fragt früh in eurer Pfarre nach, ob ihr eine eigene Taufkerze mitbringen könnt.

Wie könnt ihr die Taufkerze gestalten?

Klassisch ist die Taufkerze weiß, als Zeichen für Reinheit und Neubeginn. Ob ihr sie fertig kauft oder selbst verziert, bleibt euch überlassen, oft wirkt sie am schönsten, wenn sie schlicht bleibt. Diese Symbole sind beliebt und tragen eine eigene Bedeutung:

  • Kreuz, das Zeichen für Jesus Christus und den Glauben
  • Taube, ein Bild für den Heiligen Geist und den Frieden
  • Fisch, ein altes Erkennungszeichen der Christen
  • Wasser und Wellen, die an das Wasser der Taufe erinnern
  • Regenbogen, ein Zeichen für Gottes Treue und Hoffnung
  • Sonne und Licht, für Christus, das Licht der Welt
  • Name und Taufdatum eures Kindes
  • ein kurzer Bibelvers oder Segenswunsch

Wählt die Symbole aus, die zu euch passen. So wird aus der Kerze ein ganz persönliches Zeichen für euer Kind. Wenn ihr die Taufkerze selbst gestalten möchtet, findet ihr auf dem Familienblog „Baby, Kind und Meer“ eine liebevolle Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Verzieren der Taufkerze.

Die Taufkerze wieder entzünden, schöne Anlässe

Bewahrt die Taufkerze gut auf, sie darf euch lange begleiten. Viele Familien holen sie an besonderen Tagen wieder hervor und entzünden sie neu. So bleibt das Licht vom Tauftag lebendig und wird immer wieder zu einem Moment der Nähe und Dankbarkeit:

  • am Tauftag, dem Jahrestag der Taufe
  • am Namenstag eures Kindes
  • zur Erstkommunion und zur Firmung
  • an der Hochzeit, wenn euer Kind einmal selbst heiratet
  • in schweren Zeiten, wenn ein Licht guttut

So wächst mit jedem Mal eure Liebesgeschichte mit Gott ein Stück weiter.

Schöne Sprüche für die Taufkerze

Ein kurzer Vers macht die Taufkerze zu etwas ganz Persönlichem. Er darf auf die Kerze geschrieben, in der Feier vorgelesen oder einfach als guter Wunsch weitergegeben werden. Manche Familien wählen einen Satz aus der Bibel, andere formulieren frei, was sie ihrem Kind mit auf den Weg geben möchten. Hier sind einige Ideen zum Abschreiben oder Weiterdenken:

  • „Du bist ein geliebtes Kind Gottes.”
  • „Gott behüte dich auf all deinen Wegen.” (nach Psalm 91,11)
  • „Ich bin das Licht der Welt.” (Johannes 8,12)
  • „Wo du auch gehst, Gott geht mit dir.”
  • „Ein Licht auf deinem Weg, heute und alle Tage.”
  • „Der Herr segne dich und behüte dich.” (nach Numeri 6,24)
  • „Groß und klein, du sollst geborgen sein.”
  • „Getauft in Christus, gehalten in Gottes Hand.”

Begleitung durch das Referat für Ehe und Familie

Wir vom Referat für Ehe und Familie der Erzdiözese Salzburg begleiten euch gern auf dem Weg zur Taufe. Bei uns findet ihr neben Ideen zur Taufkerze auch Fürbitten, Segensgebete, Taufsprüche und den Ablauf der Taufe. Wenn ihr Fragen habt oder euch Begleitung wünscht, meldet euch einfach. Wir freuen uns auf die Begegnung mit euch.

Häufige Fragen zur Taufkerze

Die Taufkerze ist eines der wichtigsten Zeichen der Tauffeier. Sie wird an der Osterkerze entzündet, die für den auferstandenen Christus steht, das Licht der Welt. Wenn euer Kind dieses Licht geschenkt bekommt, wird sichtbar, dass es in Christus getauft ist und als Kind des Lichts leben darf. Die Kerze ist ein Versprechen: Euer Kind wird auf seinem ganzen Weg begleitet und geht nie allein durch die Dunkelheit. Viele Familien bewahren sie als lebenslanges Zeichen dieses Tages auf.
Traditionell schenken die Patin oder der Pate die Taufkerze. Das ist eine schöne Geste, denn mit der Kerze übernehmen sie ein Stück Verantwortung für den Glaubensweg des Kindes. In manchen Familien besorgen die Eltern sie, oder ihr gestaltet sie gemeinsam. Wichtig ist nicht, wer sie kauft, sondern die Liebe und die guten Wünsche, die darin stecken. Wenn ihr eine eigene Kerze möchtet, fragt früh in eurer Pfarre nach, denn manche Pfarren stellen selbst eine bereit.
Die Taufkerze wird gegen Ende der Tauffeier entzündet, nach der Taufe mit Wasser. Der Priester oder Diakon entzündet sie an der Osterkerze und gibt das Licht mit den Worten „Empfangt das Licht Christi” an euch und die Paten weiter. Oft übernimmt eine Patin oder ein Pate das Entzünden. Dieser Augenblick gehört für viele zu den bewegendsten der ganzen Feier, weil das Licht das Versprechen der Taufe sichtbar macht.
Eine Taufkerze ist klassisch weiß und mit christlichen Symbolen verziert, zum Beispiel Kreuz, Taube, Fisch, Wasserwellen oder Regenbogen, dazu Name und Taufdatum des Kindes. Ihr könnt eine fertige Kerze kaufen oder sie persönlich gestalten lassen, schlicht wirkt sie oft am schönsten. Wählt die Symbole und einen kurzen Vers, die zu eurem Kind passen. So wird die Kerze zu einem ganz persönlichen Zeichen dieses Tages.
Kurze Bibelverse oder Segenswünsche passen besonders gut, zum Beispiel „Gott behüte dich auf all deinen Wegen” nach Psalm 91 oder „Ich bin das Licht der Welt” nach Johannes 8,12. Auch ein Segen wie „Der Herr segne dich und behüte dich” nach Numeri 6,24 ist beliebt. Am schönsten ist ein Vers, der eure Wünsche für euer Kind widerspiegelt. Eine Auswahl an Ideen findet ihr weiter oben auf dieser Seite.
Bewahrt die Taufkerze gut auf, sie darf euer Kind lange begleiten. Viele Familien entzünden sie an besonderen Tagen wieder, etwa am Tauftag, am Namenstag, zur Erstkommunion, zur Firmung oder sogar zur eigenen Hochzeit. So kehrt das Licht der Taufe immer wieder als Moment der Nähe und Dankbarkeit zurück. Ist die Kerze über die Jahre aufgebraucht, könnt ihr ein Stück davon aufheben oder sie durch eine neue ersetzen und den Brauch weiterführen.